„Sophie von Merenberg“ – Versionsunterschied

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Sophie von Merenberg (Fragmente) & Auszug "Michail Michailowitsch Romanow".
(kein Unterschied)

Version vom 11. Januar 2008, 23:21 Uhr

Datei:Sophie von Mersenberg.jpg
The Lafayette Studio, London: Gräfin Sophie Nicholaiewna de Torby (1902)

Gräfin Sophie Nicholaiewna von Merenberg (* 1. Juni 1868 in Genua; † 14. September 1927 in London) war eine High Society-Lady.

Leben

Sophie war die älteste Tochter von drei Kindern des Generalmajors Nikolaus Wilhelm von Nassau-Weilburg (1832−1905) und seiner Ehefrau zur Linken Gräfin Natalia Alexandrowna von Mersenberg (1836−1913), Tochter des russischen Nationaldichters Alexander Sergejewitsch Puschkin. Ihre Großeltern väterlicherseits waren der Herzog Wilhelm I. von Nassau und seiner zweiten Gemahlin Prinzessin Pauline von Württemberg.

The Lafayette Studio, London: Großfürst Michail Michailowitsch Romanow mit seiner Frau (1902)

In Nizza lernte Gräfin Sophie den russischen Großfürsten Michail Michailowitsch Romanow kennen und lieben, in dem er sie zuvor von einem durchgegangenen Pferd rettete. Nach dem er von drei europäischen Prinzessinen abgelehnt wurde und eine russische Gräfin wegen Standesunterschied nicht heiraten durfte; dachte ere gar nicht daran, den Zaren Alexander III. oder seine Eltern um die nötige Heriratserlaubnis zu bitten, da er wusste, dass man sie ihm eh nicht erteilen würde. Am 26. Februar 1891 heiratete Gräfin Sophie von Mersenberg in San Remo den Großfürsten Michail (1861−1929), der zweite Sohn des Großfürsten Michael Nikolajewitsch Romanow und seiner Frau Prinzessin Cäcilie von Baden, nach deren Heirat Olga Fedorowna genannt. Die Ehe galt nicht nur morganatisch, sondern galt aufgrund der fehlenden Genehmigung nach den Regeln der Zarenfamilie auch als illegal und verursachte trotz der teils adeligen Herkunft einen großen Skandal am Hof. Michail verlor alle seine militärischen Ehren und wurde gleichzeitig seiner Stellung am Hof enthoben. Zudem wurde ihm lebenslänglich untersagt, nach Russland zurückzukehren. Der Zar verlieh der Braut dennoch den erblichen Titel einer Gräfin de Torby. Als ihre Schwiegermutter von der Eheschließung erfuhr, brach sie zusammen und reist zur Erholung auf die Krim. Auf dem Weg dorthin erlitt sie einen Herzinfarkt und starb. Da Großfürst Michail auf Lebenszeit des Landes verwiesen war, durfte er nicht an der Beerdigung seiner Mutter teilnehmen.

Das Ehepaar lebte abwechselnd in London, Paris und Nizza. Während des Ersten Weltkrieg blieb ihr Mann mit der Familie in England, so überlebte er 1917 als einziger männliche Mitglied seiner Familie die Oktoberrevolution. Gräfin Sophie de Torby starb am 14. September 1927 in London an den Folgen einer Krebserkrankung.

Nachkommen

Literatur

  • Greg King: The Court of the Last Tsar, Wiley (2006) ISBN 978-047172763-7
  • John Perry und Constantine Pleshakov: The Flight of the Romanovs, Basic Books (1999) ISBN 0-4650-2462-9
  • Rosemary und Donald Crawford: Michael and Natasha, Phoenix (1998) ISBN 038-073191-6
  • David Chavchavadze: The Grand Dukes, Atlantic (1989) ISBN 0-9383-1111-5
  • Hugh Montgomery-Massingberd: Burke's Guide to the Royal Family, Burke's Peerage, London (1973) ISBN 0-2206-6222-3
  • Marion Wynn: Grand Duke Michael Mikhailovich Keel Hall and Kenwood ” in Royalty History Digest, Vol 11, S. 322-131
  • Alexander, Grand Duke of Russia: Once a Grand Duke, Cassell, London (1932)