„Ökozone“ – Versionsunterschied

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=== Wiederansiedelungsmaßnahmen und heutiges Verbreitungsgebiet in Europa ===
== Die einzelnen Ökozonen ==
[[Datei:Lynx-Lynx-Germany.jpg|mini|{{farbindex|045b50|belegte Nachweise}}<ref>[http://www.luchsprojekt.de/downloads/BfN_2014_Luchsverbreitung%20in%20Deutschland%202013-2014.pdf BfN Luchsmonitoring]</ref><br />
[[Datei:Oekozonen.png|mini|hochkant=3.65|links|<big>'''Ökozonen der Erde nach Schultz''' (weitgehend flächentreue [[Kartennetzentwurf|Eckert VI-Kartenprojektion]])</big>
{{farbindex|02c614|Regelmäßige Hinweise}}<ref>[https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/naturschutz/wildwegeplan/4.pdf NABU Bundeswildwegeplan], S. 15, Abb. 6.</ref>]]
[[Datei:Luchs-Faehrte im Schnee.jpg|thumb|Luchsfährte im Schnee – charakteristisch für Luchsfährten ist das Fehlen von Krallenabdrücken, da diese während des Laufens in die Hauttaschen zurückgezogen werden]]
Durch zahlreiche Auswilderungen sind heute einige Bereiche Westeuropas wie die [[Alpen]], der [[Jura (Gebirge)|Jura]], die [[Vogesen]], der [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] und der [[Böhmerwald]] wiederbesiedelt. In den Nordwestalpen sind mittlerweile nahezu alle geeigneten Lebensräume von Luchsen besetzt.<ref>Kalb, S. 33</ref> Diese Wiederbesiedlungsprogramme sind in der Öffentlichkeit umstritten gewesen und ihre Durchführung erwies sich nicht immer als problemlos. Auf die spezifischen Probleme wird im Kapitel ''[[#Mensch und Luchs|Mensch und Luchs]]'' eingegangen.


Führend in der Wiederansiedelung des Luchses war die Schweiz: Am 23. April 1971 wurden in der Schweiz im Areal des [[Jagdbannbezirk]]s Huetstock bei [[Engelberg]] in der Nähe von [[Luzern]] die ersten zwei aus den [[Karpaten]] stammenden Luchse ausgesetzt. Bis 1976 wurden weitere Luchse wieder angesiedelt, die sich bis 1979 bereits über ein 4500 Quadratkilometer großes Gebiet verbreitet hatten. 1991 waren in den Schweizer Nordwest- und Zentralalpen 10.000 Quadratkilometer und im Jura 5000 Quadratkilometer wieder mit Luchsen besiedelt. In den in der Nordostschweiz gelegenen Kantonen St. Gallen, Zürich, Thurgau und [[Appenzellerland|beiden Appenzell]] wurden zwischen 2001 und 2003 insgesamt neun weitere Luchse ausgewildert, die auch dort eine tragfähige Population begründen sollten.<ref name="kalb83">Kalb, S. 83&nbsp;ff</ref>
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{| style="border:1px solid CCCCCC; background-color:transparent; vertical-align:top" width="100%"
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In Österreich wurden 1976 neun Luchse aus der [[Slowakei]] im Dreiländereck Steiermark-Kärnten-Salzburg<ref>Hofrichter und Berger, S. 26</ref> ausgewildert, allerdings blieb die daraus resultierende Population bis heute klein. In den französischen Vogesen, wo man 1983 19 Luchse auswilderte, konnte sich dagegen anfänglich eine Population entwickeln, heute steht diese aber kurz vor dem Erlöschen.<ref name="heup28">Heup, S. 38</ref><ref>[http://www.republicain-lorrain.fr/actualite/2013/02/20/le-lynx-ne-repond-plus-dans-les-vosges "Le lynx ne répond plus dans les Vosges"]</ref> Die Nachkommen von drei in Slowenien ausgewilderten Luchspaaren besiedeln heute ein Verbreitungsgebiet von der slowenischen Grenze zu [[Italien]] und Österreich bis nach [[Bosnien und Herzegowina|Bosnien-Herzegowina]].<ref>Hofrichter und Berger, S. 21f</ref>
{{Absatz}}


In Deutschland waren bereits in den 1950er Jahren einzelne Luchse vermutlich aus Tschechien in den Bayerischen Wald eingewandert. 1962 gab es die ersten gesicherten Hinweise auf Luchse im Elbsandsteingebirge, und 1969 wurden erstmals wieder Luchse in der [[Dübener Heide]] nördlich von [[Leipzig]] beobachtet.<ref>Kalb, S. 168</ref> Mittlerweile gibt es in Deutschland neben der Population im Bayerischen Wald wieder Luchse in der [[Sächsische Schweiz|Sächsischen Schweiz]], im [[Pfälzerwald]], im [[Fichtelgebirge]] und im [[Spessart]].<ref>http://www.naturpark-spessart.de/natur/tiere_und_pflanzen/luchs.php</ref> Im [[Nationalpark Harz]] läuft ein [[Auswilderung]]sprojekt, in dessen Rahmen seit dem Jahr 2000 insgesamt 24&nbsp;Luchse ausgewildert wurden; 2002 kam es zur ersten Geburt freilebender Luchse seit der Wiedereinführung. Im Rahmen des Projektes „Luchsmonitoring“ wurde 2011 auch eine recht stabile Population vor allem in den waldreichen Landkreisen Nordhessens nachgewiesen, auch Nachwuchs wurde dabei in den Fotofallen beobachtet. Wahrscheinlich handelt es sich bei dieser Population um Nachfahren der Harzer Tiere.<ref>[http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen-luchse-wieder-heimisch-11615144.html "Hessen: Luchse wieder heimisch"] Artikel von Diana Wetzestein in der FAZ vom 19. Januar 2012</ref>
Jürgen Schultz hat für sein Modell der Ökozonen eine Einteilung in neun Zonen vorgenommen. Andere Autoren orientieren sich nicht immer daran, so dass die Anzahl der Zonen und ihre Bezeichnungen anders sein können. (Das Modell der [[FAO]]<ref>[http://www.fao.org/docrep/006/ad652e/ad652e00.htm#TopOfPage "Global Ecological Zoning for the global forest resources assessment" 2000]</ref> verwendet z.&nbsp;B. eine Untergliederung in 20 Zonen und nähert sich damit mehr den klassischen Modellen der [[Vegetationszone]]n an. Siehe [[Landschaftszone#Beispiel „Ecozones“ der FAO|Karte im Artikel "Landschaftszone"]])


Einzelne, wahrscheinlich aus der [[Schweiz]] eingewanderte Luchse wurden auch schon im [[Schwarzwald]] gesichtet. Seit 2004 wurden in verschiedenen Teilen Deutschlands Luchse gesichtet, deren Herkunft häufig unklar ist, zum Beispiel im [[Naturpark Obere Donau|oberen Donautal]], in der [[Eifel]], im [[Teutoburger Wald]], im [[Odenwald]] oder in [[Altengrabow]].<ref>2011 und 2014, [http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/848859/ Potsdamer Neuste Nachrichten] (24. April 2014)</ref> In einer [[Orkan Kyrill|Sturmnacht]] vom 18. auf den 19.&nbsp;Januar 2007 gelang einem Luchspärchen die Flucht aus dem [[Tierpark Suhl]] in den [[Thüringer Wald]]. Überlebenschancen haben diese Tiere allerdings nur, wenn sie die Fähigkeit besitzen, in der freien Wildbahn Beutetiere zu schlagen.
Die Verbreitung der Ökozonen auf der Erde ist annähernd parallel zu den Breitenkreisen rund um die Erde (breitenzonal) angeordnet und vielfach räumlich voneinander isoliert ([[Disjunktion (Biologie)|disjunkt]]) auf die [[Kontinent]]e verteilt. Neben einer weiteren Unterteilung in Subzonen wird manchmal auch eine Staffelung nach [[Höhenstufe (Ökologie)|Höhenstufen]] vorgenommen.


Einzelsichtungen sind allerdings noch kein Beleg dafür, dass Luchse eine Region wiederbesiedelt haben und sich dort fortpflanzen. In der Regel gründen Luchse Reviere nur dann, wenn diese territorialen Anschluss an benachbarte Luchsreviere haben.<ref name="hb102">Hofrichter und Berger, S. 102</ref>
''(Die im Folgenden genannten ungefähren Flächenanteile beziehen sich auf die gesamte Landfläche der Erde. Die bei Schultz genannten Anteile wurden dazu neu berechnet, da Grönland und die Antarktis nicht mit erfasst waren.)''<ref>J. Schultz: "Die Ökozonen der Erde" Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-1514-9</ref> Die Anteile der mit einem * gekennzeichneten Subzonen wurden aus einer Tabelle der [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation|FAO]] angepasst und eingefügt.<ref>
[http://www.fao.org/docrep/006/ad652e/ad652e24.htm#P5754_508922 "Global Ecological Zoning for the global forest resources assessment" 2000, FAO, Rom 2001]</ref>


In Großbritannien gibt es seit einiger Zeit eine Diskussion darüber, ob der Luchs, der dort nach Ansicht der meisten Wissenschaftler bis etwa zum Jahr 500 bis 700 n. Chr. zu finden war und durch menschliche Nachstellung ausgerottet wurde, wieder angesiedelt werden soll.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.lynxuk.org|titel=Lynx UK trust|sprache=en|zugriff=2015-03-12}}</ref> Zur Diskussion steht auch, ob statt des Eurasischen Luchses, der in seinem Gesamtbestand als nicht gefährdet gilt, besser der akut vom Aussterben bedrohte [[Pardelluchs|Iberische Luchs]] angesiedelt werden sollte.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.bbc.com/news/science-environment-31813207|titel=Should the lynx be reintroduced to Britain?|autor=Chris Thomas|datum=2015-03-12|zugriff=2015-03-12|sprache=en}}</ref>
* '''[[Polare/Subpolare Zone]]''' - ''14,8 % (10,8 % eisbedeckte Flächen und Polare Wüsten, sowie 4,0 % Tundren)''<br />Die Polare und subpolare Zone, auch arktische und antarktische Zone genannt, besitzt ein arktisches bzw. antarktisches Klima. Subzonen sind die eisbedeckten Polarregionen, die polare Wüste sowie die Tundrenzone. Die baumlose [[Tundra]] wächst auf humusreichem [[Permafrostboden]]. Die Biodiversität ist gering, viele Tiere sind eng an die umgebenden Ozeane gebunden.
* '''[[Boreale Zone]]''' - ''13,1 % (2,6 % Waldtundren* inkl. Offene Flechtenwälder in Nordamerika und 10,5 % boreale Nadelwälder*)'' <br />Die boreale Zone kommt nur auf der nördlichen Halbkugel vor. In einem [[Kaltgemäßigtes Klima|kalt-gemäßigten Klima]], mit kühlen Sommern und langen Wintern, kommen dort borealer Nadelwald und große Moorgebiete vor. Sie lässt sich in die drei Zonen der [[Waldtundra]], des offenen Flechtenwaldes und des geschlossenen, borealen Nadelwaldes (Taiga) unterteilen. Typische Böden sind Podsole oder Rohhumus-Bleicherden. Die Anzahl der Lebewesen und ihre Diversität ist gering, wenn auch größer als in der polaren Zone.
* '''[[Feuchte Mittelbreiten]]''' - ''9,7 % (4,9 % Mischwälder* und 4,8 % sommergrüne Laubwälder inkl. temperierter Regenwälder*)''<br />Die nemorale Zone, auch temperate Zone, feuchte Mittelbreiten oder feucht-gemäßigte Zone genannt, kommt in mehreren Teilgebieten auf der Erde vor: Europa und nordwestliches Asien, Ostasien, östliches Nordamerika, westliches Nordamerika; auf der Südhalbkugel (dort australe Zone genannt) sehr kleine Teilgebiete in Chile und Neuseeland. Subzonen sind der temperierte Regenwald, der sommergrüne Laubwald und der Mischwald am Südrand der borealen Zone. Sie zeichnen sich durch ein Klima mit mäßiger Frostbelastung und ganzjährig ausreichendem Niederschlag aus. Hier wachsen Wälder über Wald-Braunerde oder grauen Waldböden (oft lessiviert). Die Biodiversität steigt gegenüber der borealen Zone nochmals an.
* '''[[Trockene Mittelbreiten]]''' - ''11,1 % (8,1 % Grassteppen und 3,0 % temperierte Halbwüsten und Wüsten)''<br />Die kontinentale Zone oder trockenen Mittelbreiten besitzen ein Klima mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern. Je nach Trockenheit findet ein Übergang von der Waldsteppe über verschieden hohe Grassteppen bis zur Wüste statt, entsprechende Böden sind [[Tschernosem]]e, [[Kastanosem]]e, [[Burosem]]e bis [[Sierosem]]e. Sie findet sich in Nordamerika und in Asien im Innern der Kontinente, in Südamerika und Neuseeland im Regenschatten von Gebirgen.
* '''[[Winterfeuchte Subtropen]]''' - ''1,7 % Hartlaubwälder''<br />Die winterfeuchten Subtropen, auch mediterrane oder meridionale Zone genannt, sind im Sommer heiß und trocken, im Winter feucht mit geringer bis gar keiner Frostbelastung. Benannt nach dem größten Teilgebiet rund um das Mittelmeer erstrecken sich weitere Teilgebiete in Kalifornien, Chile, Südafrika und dem südwestlichen Australien. Auf Mediterraner Braunerde, oft fossiler Terra rossa wachsen Wälder aus [[Hartlaubgehölze]]n ([[Sklerophylle]]), die gegen längeren Frost empfindlich sind. Bei zunehmender Trockenheit gehen sie in subtropische Strauch- und Grassteppen mit Winterregen über.
* '''[[Immerfeuchte Subtropen]]''' - ''4,0 % warmtemperierte Feucht- und Lorbeerwälder''<br />Die immerfeuchten Subtropen oder laurale Ökozone sind kaum durch Frost belastet, der Regen fällt ganzjährig oder mit einem Maximum im Sommer, so dass kein Wassermangel herrscht. Rote oder gelbe Waldböden, leicht podsolig, tragen einen immergrünen Laubwald, der gegen Frost etwas empfindlich ist. Diese Verhältnisse finden sich in kleinen Gebieten im Südosten der Kontinente.
* '''[[Tropisch / subtropische Trockengebiete]]''' - ''20,8 % (2,3 % winterfeuchte Gras- und Strauchsteppen der Subtropen, 6,4 % tropische Dornsavannen und -steppen, sowie 12,1 % heiße Halbwüsten und Wüsten der Subtropen)''<br />Tropische und subtropische Trockengebiete bilden die dauernd heißen Wüsten. Niederschlag kann zu unterschiedlichen Jahreszeiten fallen, er reicht aber nur für eine spärliche Wüstenvegetation auf [[Sierosem]]en oder [[Syrosem]]en (rohen Wüstenböden), auch Salzböden kommen vor. Die Biodiversität ist hier gering. Eine Unterteilung ist möglich in winterfeuchte Gras- und Strauchsteppen, tropische Dornsavanne sowie heiße Wüsten.
* '''[[Sommerfeuchte Tropen]]''' - ''16,4 % (4,4 % Trockensavannen*, 2,6 % tropische Trockenwälder* und 9,4 % Feuchtsavannen)''<br />Weite Teile der Tropen haben ein wechselfeuchtes Klima mit ganzjährig hohen Temperaturen und einer Einteilung in Regen- und Trockenzeiten. Hier wachsen tropischer laubabwerfender Wald oder [[Savanne]]n auf [[Rotlehm]]en oder [[Roterde]]n, ferallitischen Savannenböden. Die Diversität und Komplexität der Ökosysteme steigt mit der verfügbaren Feuchtigkeit rasch an.
* '''[[Immerfeuchte Tropen]]''' - ''8,4 % tropische Regenwälder''<br />In den immerfeuchten Tropen fehlt eine Einteilung in Jahreszeiten, es ist ganzjährig warm und feucht. Hier wachsen immergrüne [[Tropischer Regenwald|tropische Regenwälder]] mit der höchsten Biodiversität. Äquatoriale [[Braunlehm]]e und ferrallitische [[Latosol]]e bilden die Böden.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 9. September 2015, 06:32 Uhr

Ökozone ist ein vorwiegend geowissenschaftlich verwendeter Begriff für einen zonalen Großraum der Erde. Das Modell der Ökozonen ermöglicht eine Einteilung des Festlandes nach mehreren ökologischen Merkmalen. Man fasst hier Landschaften mit einer großen Übereinstimmung der untersuchten Merkmale Klima, Vegetation, Böden und agrare Nutzung zu einer Ökozone zusammen. Wie bei allen Landschaftszonen-Modellen entspricht die Einteilung im Grundsatz den Klimazonen als bestimmendem Faktor, die von den Tropen bis zu den beiden polaren Zonen wie Gürtel um die Erde liegen.

Für die Festlegung der Ökozonen werden auf Grundlage der effektiven Klimaklassifikation die sichtbaren Landformen, die vorhandenen Ökosysteme, die Bodentypen, sowie die agraren und forstlichen Nutzungssysteme verwendet. Neben diesen einzelnen Merkmalen werden auch die typischen Beziehungen zueinander (wie die Stoff- und Energieflüsse) bei der Abgrenzung der Ökozonen berücksichtigt. Das Modell folgt vorrangig naturräumlichen Kriterien. Kulturräumliche Aspekte sind nur insoweit relevant, als Bezüge zur Natur bestehen. Solche Bezüge sind meist bei der Landnutzung vorhanden, sonst aber eher die Ausnahme oder von geringerer Bedeutung.

Die Betrachtungsweise der Ökozonen leitet sich von Forschungszielen und -ansätzen der Geographie ab. Zu recht ähnlichen Ergebnissen kommt die bioökologische Betrachtung, die mit den Begriffen Biom bzw. "Zonobiom" operiert. Die Biologen legen besonderen Wert auf das Beziehungsgefüge der Lebewesen untereinander, während die Geographen den Schwerpunkt auf die abiotischen Faktoren legen.[1]

Begriffe und Wissenschaftsgeschichte

Der Begriff Ökozone in der hier beschriebenen Bedeutung wurde von Jürgen Schultz (1988) eingeführt.[2]

Ähnliche (zumeist ältere) Landschaftszonen-Modelle anderer Autoren heißen u. a. Vegetationszonen oder Zonobiome. Die Teilaspekte, auf die Wert gelegt wird, sind dabei jeweils andere; immer ist aber das Klima ein bestimmender Faktor, ebenso wie Boden und Vegetation. Den Pflanzen und hierbei besonders ihren typischen Formationen kommt vermehrt Aufmerksamkeit zu: einmal lassen sie sich relativ leicht erfassen und kartografieren, zum anderen nimmt man eine besondere Indexfunktion der Pflanzen an. Das heißt, dass aus einer Pflanzenformation recht sichere Schlüsse auf andere Faktoren wie Klima und Boden, aber auch vorhandene Tiere gezogen werden können. Da sich die Vegetation räumlich aber zugleich mit den anderen Faktoren ändert, werden die Begriffe manchmal synonym gebraucht.

Im englischsprachigen Raum wird die direkte Übersetzung von Ökozonen in ecozones in der Fachwelt weniger differenziert verwendet. Man verwendet ihn dort auch für nicht geozonale Ökoregionen (wie z. B. die ecozones im National Ecological Framework for Canada oder verschiedene "biomes") sowie für nicht klimabezogene biogeographische Regionen (wie z. B. für die Florenreiche). Im deutschsprachigen Raum sind insbesondere die entwicklungsgeschichtlich begründeten Florenreiche und zoogeographische Reiche keineswegs mit den Ökozonen gleichzusetzen.

Der deutsche Begriff "Ökozone" wird außerhalb der Fachliteratur häufig ebenfalls sehr undifferenziert verwendet. Wie im Englischen werden Vegetationszonen, Zonobiome, Florenreiche, Faunenreiche, regionale Biome, Naturschutzgebiete und selbst kleine Biotope damit bezeichnet. Das hat u. a. dazu geführt, dass in diversen Foren im Internet darüber spekuliert wird, was denn nun genau eine Ökozone sei.

Für die Entstehung und Abgrenzung des Begriffes in der Wissenschaftsgeschichte siehe Geozone

Einordnung

Die übergeordnete Einheit der Ökozonen ist die gesamte Biosphäre (Summe aller Lebensräume). Die Ökozonen sind eine erste (mögliche), grobe und großräumige Unterteilung der Biosphäre. Meist bezieht sie sich nur auf die Landmassen der Erde, da sich Ökozonen in den Meeren nicht mit den gleichen Kriterien abgrenzen lassen.

Untergeordnet stehen je nach Autor verschieden benannte Teilräume (Sub-Ökozonen, Ökoregionen, -provinzen, -distrikte; Biome; Ökosystemkomplexe). Die kleinsten Teilräume, die eine abgrenzbare Lebensgemeinschaft beinhalten, werden als Biogeozönosen bezeichnet, die wiederum einzelne Populationen und Individuen enthalten.[3]

Einflüsse und Merkmale

Bestimmte äußere Einflüsse setzen den Rahmen für die Ausbildung eines Ökosystems. Ihr regelhafter globaler Wandel führt erst zur Ausbildung der Ökozonen.

Komponenten von Landschaften und deren Beziehungen untereinander

Klima

Das Klima nimmt Einfluss auf alle anderen Elemente eines Ökosystems und steht in der Reihe der äußeren Einflussfaktoren an erster Stelle.

Die Sonneneinstrahlung nimmt von den Polen zum Äquator aufgrund des steileren Einfallswinkels stetig zu, genauso die Gleichmäßigkeit der Einstrahlung im Jahresverlauf. Durch unterschiedlich starke Wolkenbildung ergeben sich für die Globalstrahlung - also die tatsächlich am Erdboden eintreffende Strahlung - bereits komplexere Muster. Zieht man Reflexion und Abstrahlung ab, erhält man die Strahlungsbilanz eines Ortes, die wiederum bestimmt, wie viel Wasser verdunstet und wie der Temperaturverlauf aussieht.

Die Niederschläge sind ein weiterer wichtiger Faktor, sowohl die jährliche Regenmenge als auch die Gleichmäßigkeit der Verteilung im Jahresverlauf. Über Wolkenbildung, Verdunstung und Reflexion von schneebedecktem Boden nimmt der Niederschlag auch Einfluss auf Einstrahlung und Temperatur.

Neben der Abfolge von Nord nach Süd gibt es eine typische Abfolge vom Rand zur Mitte der Kontinente: In der Nähe der Ozeane ist das Klima ausgeglichener und feuchter (Meeresklima), da die Temperaturen von der Temperatur des Meerwassers beeinflusst werden. Im Innern der Kontinente ist es trockener und die Temperatur schwankt im Jahresverlauf viel stärker (kontinentales Klima).

Pflanzen- und Tierwelt

Aus den beiden klimatischen Einflussfaktoren Temperatur und Niederschlag lassen sich die wichtigsten Pflanzenformationen ableiten, die auch die Grundlagen für die Modelle der Vegetationszonen und Zonobiome bilden. Das Modell der Ökozonen baut auf diese Modelle weiter auf.

Pflanzen als ortsabhängige Lebewesen mit oft nur geringer Ausbreitungsgeschwindigkeit sind die augenfälligsten Anzeiger der unterschiedlichen Ökosysteme auf der Erde. Dabei bestehen innerhalb einer Ökozone große Abweichungen, was die Ausstattung mit einzelnen Pflanzenarten oder höheren Taxa angeht. Deren Areale sind nämlich neben ihren ökologischen Anforderungen stark von der Erdgeschichte beeinflusst, was sich in der Abgrenzung der Florenreiche zeigt. Viel eher besteht ein Zusammenhang zwischen den Ökozonen und Pflanzenformationen, das heißt, die Vegetation der verschieden Ökozonen besitzt unterschiedliche Lebens- und Wuchsformen.

Die größeren, auffälligeren Tiere haben oft einen Aktionsradius, der es ihnen ermöglicht, verschiedene Ökozonen zu erreichen. Bekanntes Beispiel sind Zugvögel, die während eines Jahres alle Ökozonen durchfliegen und sich auch für längere Zeit in unterschiedlichen Zonen aufhalten. Die Masse der Arten ist allerdings durchaus geeignet, in ähnlicher Weise wie die Vegetation zur Differenzierung der Ökozonen betrachtet zu werden.

Auch die Biodiversität lässt sich regional differenzieren, vereinfachend gesagt steigt sie mit zunehmender Temperatur und Feuchtigkeit an. Daraus lassen sich für einzelne Ökozonen Vorhersagen zur relativen Mannigfaltigkeit der Arten ableiten, die in der feuchten tropischen Zone am höchsten, in Wüsten und in den polaren Zonen am niedrigsten ist.

Boden

Innerhalb der großen Ökozonen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Ausgangsgesteine für die Bodenbildung, ebenso diverse Reliefs. Die Prozesse allerdings, die die Bodenbildung beeinflussen, hängen stark vom Klima ab, sowie von Vegetation und Tierwelt, und lassen sich deshalb genauso regelmäßig den einzelnen Großräumen zuordnen. Die Verwitterung von Gestein wird in den polnahen Zonen stark von Frostwechseln geleistet, organische Materialien zersetzen sich langsam und bilden eine wenig mit dem Ausgangsgestein vermischte Streuschicht. In tropischen Klimaten verwittert das Ausgangsgestein durch chemische Vorgänge, organische Materialien zersetzen sich rasch und reichern sich nicht im Boden an. Herrschen humide Verhältnisse, werden bestimmte Mineralien ausgewaschen (pedalfere Bodenentwicklung), es entstehen Böden mit niedrigem pH-Wert. In trockenen Zonen können sich lösliche Salze anreichern (pedocale Bodenentwicklung), die entstehenden Böden sind tendenziell alkalisch. Ist die Pflanzendecke geschlossen, dann laufen Abtragungsvorgänge durch Wind und Wasser nur langsam ab, es dominieren chemische über mechanische Verwitterungsvorgänge, und die Verwitterungsprodukte bilden, zusammen mit anfallendem organischen Material, einen mächtigen Oberboden. Bei lückiger Pflanzendecke können mechanische Abtragungsvorgänge stark einwirken. Die Bodenlebewesen haben in den unterschiedlichen Ökozonen Einfluss auf die Zersetzung organischen Materials und dessen Durchmischung mit dem verwitterten Ausgangsgestein.

Über die charakteristischen Böden, ihre Bearbeitbarkeit und Eignung zur Nutzung, bestimmt sich vielerorts auch die Landnutzung. Diese wiederum greift über mechanische Bodenbearbeitung und Stoffeinträge in die natürliche Bodenentwicklung ein.

Eine Welt-Bodenkarte legte erstmals die FAO (1974–81)[4] vor. Mit der zugehörigen Legende[5] gibt es auch eine weltweit einheitliche Bodenklassifizierung. Damit ist ein weltweiter Vergleich der Böden der Ökozonen möglich.

Dynamik und Wechselbeziehungen

Der Stoffhaushalt eines Ökosystems ändert sich zwischen den Ökozonen in typischer Weise: die Primärproduktion hängt wesentlich von Faktoren ab, die auch weiter oben schon zur Abgrenzung der Zonen herangezogen wurden (Größe und Struktur der Vegetation, Wasserversorgung, Temperatur, Länge der Vegetationsperiode). Ebenso die Zersetzung der anfallenden organischen Masse: Temperatur und Feuchte bestimmen, ob die Bodenlebewesen eine Zersetzungsrate schaffen, die die Produktion erreicht oder ob sich organische Masse am Boden anreichert. Feuer spielen je nach Ökozone eine mehr oder weniger große Rolle bei der Mineralisierung organischer Substanz.

Im Jahresverlauf ergeben sich für den Stoffhaushalt charakteristische Zyklen. Dabei spielen Perioden mit niedrigen Temperaturen in den polnahen Ökozonen eine große Rolle, in den äquatornahen eher Perioden mit Trockenheit. Auch Sukzessionsprozesse, die längere Zyklen besitzen, haben sich unterschiedlich herausgebildet, initialisiert etwa durch Feuer in trockenen Zonen oder durch Windbruch in bewaldeten.

Die Landnutzung des Menschen stellt inzwischen ein bestimmendes Element dar, da sie nahezu global flächendeckend den Stoffhaushalt der Ökosysteme beeinflusst. Sofern diese Eingriffe an eine Ökozone gebunden sind, etwa bei der Land- und Forstwirtschaft, sollten sie bei der Beschreibung der Ökozonen berücksichtigt werden.

In diesem Zusammenhang entwickelten die beiden amerikanischen Geographen Erle C. Ellis und Navin Ramankutty das 2008 veröffentlichte Modell der „Anthrome“.[6] Der Begriff Anthrom ist eine Abkürzung für „Anthropogenes (= vom Menschen beeinflusstes) Biom“. Die Autoren haben 18 verschiedene Anthrome ausgewiesen, sowie die verbleibenden ungenutzten Wildnisgebiete in drei Biome unterteilt. Diese Einteilung ermöglicht erstmals eine globale Darstellung des ökologischen Ist-Zustandes der Erde.

Probleme

Animation: Prognostizierte Verschiebung der Klimazonen nach dem „Worst Case-Szenario“ des IPCC

Jede Einteilung der gesamten Biosphäre in wenige Großräume muss mit groben Verallgemeinerungen einhergehen. Die an jedem einzelnen Ort herrschenden Bedingungen müssen abstrahiert und gemittelt werden, so dass die tatsächliche Vielfalt nicht abgebildet werden kann. Aufgrund dieser Vielfalt an Faktoren, die ein bestimmtes Ökotop ausmachen, gibt es auch selten einen Standort, der der Beschreibung einer Ökozone vollständig entspricht, überall gibt es kleine Ausnahmen und Besonderheiten.

Viele Einflüsse auf ein Ökosystem entziehen sich einer Regelmäßigkeit, so etwa die Verteilung von Gesteinen, die Verteilung von Meer- und Landmassen oder das Relief. Dadurch entstehen zahlreiche Unregelmäßigkeiten, die sich nicht mit einer Ökozone in Zusammenhang bringen lassen, sondern azonale Lebensgemeinschaften bedingen. Besonders die Höhenzonierung in Gebirgen überlagert die Einteilung der Ökozonen, so dass eine dreidimensionale Betrachtung nötig wäre.

Der Übergang von einer Ökozone zur anderen (Ökoton) erfolgt nicht abrupt, sondern allmählich mit mehr oder weniger breiten Übergangszonen. Eine Kartografie, dazu noch im globalen Maßstab, suggeriert dagegen eine harte Trennlinie, deren genaue Lage aber willkürlich festgelegt werden muss und deshalb auch je nach Autor schwankt. Eine Ökozone ist durch viele verschiedene Kriterien gekennzeichnet, die sich nicht unbedingt zugleich ändern, die Grenzziehung fällt deshalb unterschiedlich aus, je nachdem auf welche Kriterien am meisten Gewicht gelegt wird.

Der Verlauf der Ökozonen hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert, während der Eiszeit etwa waren sie weit nach Süden verschoben. Die heutigen Ökosysteme an einem bestimmten Ort lassen sich deshalb nicht ausschließlich mit den heute herrschenden Umweltbedingungen erklären, sondern die historische Entwicklung muss berücksichtigt werden.

Die derzeit stattfindende, vom Menschen verursachte globale Erwärmung wird zweifellos im Laufe der kommenden Jahrzehnte zu einer Verschiebung der Klimazonen und damit auch der Ökozonen führen. In der Regel wird es sich um eine Nordverschiebung (bzw. Höhenverschiebung der Höhenstufen) handeln.

Näheres siehe unter "Verschiebung der Landschaftszonen durch den Klimawandel"
bzw. → Hauptartikel: Folgen der globalen Erwärmung.

Wiederansiedelungsmaßnahmen und heutiges Verbreitungsgebiet in Europa

belegte Nachweise[7]
Regelmäßige Hinweise[8]
Luchsfährte im Schnee – charakteristisch für Luchsfährten ist das Fehlen von Krallenabdrücken, da diese während des Laufens in die Hauttaschen zurückgezogen werden

Durch zahlreiche Auswilderungen sind heute einige Bereiche Westeuropas wie die Alpen, der Jura, die Vogesen, der Harz und der Böhmerwald wiederbesiedelt. In den Nordwestalpen sind mittlerweile nahezu alle geeigneten Lebensräume von Luchsen besetzt.[9] Diese Wiederbesiedlungsprogramme sind in der Öffentlichkeit umstritten gewesen und ihre Durchführung erwies sich nicht immer als problemlos. Auf die spezifischen Probleme wird im Kapitel Mensch und Luchs eingegangen.

Führend in der Wiederansiedelung des Luchses war die Schweiz: Am 23. April 1971 wurden in der Schweiz im Areal des Jagdbannbezirks Huetstock bei Engelberg in der Nähe von Luzern die ersten zwei aus den Karpaten stammenden Luchse ausgesetzt. Bis 1976 wurden weitere Luchse wieder angesiedelt, die sich bis 1979 bereits über ein 4500 Quadratkilometer großes Gebiet verbreitet hatten. 1991 waren in den Schweizer Nordwest- und Zentralalpen 10.000 Quadratkilometer und im Jura 5000 Quadratkilometer wieder mit Luchsen besiedelt. In den in der Nordostschweiz gelegenen Kantonen St. Gallen, Zürich, Thurgau und beiden Appenzell wurden zwischen 2001 und 2003 insgesamt neun weitere Luchse ausgewildert, die auch dort eine tragfähige Population begründen sollten.[10]

In Österreich wurden 1976 neun Luchse aus der Slowakei im Dreiländereck Steiermark-Kärnten-Salzburg[11] ausgewildert, allerdings blieb die daraus resultierende Population bis heute klein. In den französischen Vogesen, wo man 1983 19 Luchse auswilderte, konnte sich dagegen anfänglich eine Population entwickeln, heute steht diese aber kurz vor dem Erlöschen.[12][13] Die Nachkommen von drei in Slowenien ausgewilderten Luchspaaren besiedeln heute ein Verbreitungsgebiet von der slowenischen Grenze zu Italien und Österreich bis nach Bosnien-Herzegowina.[14]

In Deutschland waren bereits in den 1950er Jahren einzelne Luchse vermutlich aus Tschechien in den Bayerischen Wald eingewandert. 1962 gab es die ersten gesicherten Hinweise auf Luchse im Elbsandsteingebirge, und 1969 wurden erstmals wieder Luchse in der Dübener Heide nördlich von Leipzig beobachtet.[15] Mittlerweile gibt es in Deutschland neben der Population im Bayerischen Wald wieder Luchse in der Sächsischen Schweiz, im Pfälzerwald, im Fichtelgebirge und im Spessart.[16] Im Nationalpark Harz läuft ein Auswilderungsprojekt, in dessen Rahmen seit dem Jahr 2000 insgesamt 24 Luchse ausgewildert wurden; 2002 kam es zur ersten Geburt freilebender Luchse seit der Wiedereinführung. Im Rahmen des Projektes „Luchsmonitoring“ wurde 2011 auch eine recht stabile Population vor allem in den waldreichen Landkreisen Nordhessens nachgewiesen, auch Nachwuchs wurde dabei in den Fotofallen beobachtet. Wahrscheinlich handelt es sich bei dieser Population um Nachfahren der Harzer Tiere.[17]

Einzelne, wahrscheinlich aus der Schweiz eingewanderte Luchse wurden auch schon im Schwarzwald gesichtet. Seit 2004 wurden in verschiedenen Teilen Deutschlands Luchse gesichtet, deren Herkunft häufig unklar ist, zum Beispiel im oberen Donautal, in der Eifel, im Teutoburger Wald, im Odenwald oder in Altengrabow.[18] In einer Sturmnacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 gelang einem Luchspärchen die Flucht aus dem Tierpark Suhl in den Thüringer Wald. Überlebenschancen haben diese Tiere allerdings nur, wenn sie die Fähigkeit besitzen, in der freien Wildbahn Beutetiere zu schlagen.

Einzelsichtungen sind allerdings noch kein Beleg dafür, dass Luchse eine Region wiederbesiedelt haben und sich dort fortpflanzen. In der Regel gründen Luchse Reviere nur dann, wenn diese territorialen Anschluss an benachbarte Luchsreviere haben.[19]

In Großbritannien gibt es seit einiger Zeit eine Diskussion darüber, ob der Luchs, der dort nach Ansicht der meisten Wissenschaftler bis etwa zum Jahr 500 bis 700 n. Chr. zu finden war und durch menschliche Nachstellung ausgerottet wurde, wieder angesiedelt werden soll.[20] Zur Diskussion steht auch, ob statt des Eurasischen Luchses, der in seinem Gesamtbestand als nicht gefährdet gilt, besser der akut vom Aussterben bedrohte Iberische Luchs angesiedelt werden sollte.[21]

Einzelnachweise

  1. Kehl, H.: "Vegetationsökologie Tropischer & Subtropischer Klimate / LV-TWK (B.8) - TU Berlin"
  2. Anselm Kratochwil, A. Schwabe: Ökologie der Lebensgemeinschaften. Biozönologie. Ulmer, Stuttgart 2001, S. 75–76. ISBN 3-8252-8199-X
  3. H. Haeupler: Die Biotope Deutschlands. In: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Schriftenreihe für Vegetationskunde. Bonn 38.2002, 247 f. ISSN 0085-5960
  4. FAO-UNESCO (Hrsg.): Soil Map of the World. 18 Karten 1:5 Mio. UNESCO, Paris 1974–1981.
  5. FAO (Hrsg.): Soil map of the world – revised legend with corrections. ISRIC Technical Paper, Wageningen 1994. ISBN 90-6672-057-3
  6. Erle C Ellis u. Navin Ramankutty Putting people in the map: anthropogenic biomes of the world. The Ecological Society of America, Washington D.C. 2008.
  7. BfN Luchsmonitoring
  8. NABU Bundeswildwegeplan, S. 15, Abb. 6.
  9. Kalb, S. 33
  10. Kalb, S. 83 ff
  11. Hofrichter und Berger, S. 26
  12. Heup, S. 38
  13. "Le lynx ne répond plus dans les Vosges"
  14. Hofrichter und Berger, S. 21f
  15. Kalb, S. 168
  16. http://www.naturpark-spessart.de/natur/tiere_und_pflanzen/luchs.php
  17. "Hessen: Luchse wieder heimisch" Artikel von Diana Wetzestein in der FAZ vom 19. Januar 2012
  18. 2011 und 2014, Potsdamer Neuste Nachrichten (24. April 2014)
  19. Hofrichter und Berger, S. 102
  20. Lynx UK trust. Abgerufen am 12. März 2015 (englisch).
  21. Chris Thomas: Should the lynx be reintroduced to Britain? 12. März 2015, abgerufen am 12. März 2015 (englisch).

Literatur

Weblinks

Commons: Ökozonen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien